... Müller's Esel, der bist Du! III

     

Hunde brauchen klare Grenzen - Gesetze einer Freundschaft ~ Michael Grewe +++ Duell auf offener Straße - Wenn sich Hunde an der Leine aggressiv verhalten ~ Nadin Matthews +++ Hoffnung auf Freundschaft - Das erste Jahr des Hundes ~ Michael Grewe +++ KASTRATION und Verhalten beim Hund ~ Sophie Strodtbeck/Udo Gansloser +++ Der Hund - Abstammung, Verhalten, Mensch und Hund ~ Erik Zimen +++ Der Wolf - Verhalten, Ökologie und Mythos ~ Erik Zimen +++ Wolf Hund Mensch - Die Geschichte einer jahrtausendealten Beziehung ~ Prof. Dr. Kurt Kotrschal +++ Wölfisch für Hundehalter - Von Alpha, Dominanz und anderen populären Irrtümern ~ Günther Bloch +++ Quo Vadis Canis ~ Dr. Dieter Fleig +++ Der Wolf im Hundepelz - Hundeerziehung aus unterschiedlichen Perspektiven ~ Günther Bloch +++ Die Pizzahunde - Faszinierende Freilandstudien an verwilderten Haushunden > Verhaltensvergleich mit Wölfen < Tipps für Hundehalter ~ Günther Bloch +++ KYNOS Atlas Hunderassen der Welt - Der umfassendste fachkundige Hundeführer in der ganzen Welt ~ Bonnie Wilcox/Chris Walkowicz +++

 

"Du denkst, Hunde kommen nicht in den Himmel?

Ich sage Dir, sie werden früher dort sein, als irgendeiner von uns!"

R. L. Stevenson

 

 


 

Frühzeitiges Setzen von Grenzen!

Die juvenile Phase beginnt mit der ca. 12 Woche! Zu diesem Zeitpunkt sind die meisten Welpen bereits bei ihren zukünftigen Besitzern angekommen! In dieser Zeit werden Lernprozesse vertieft, gefestigt und verfeinert! Auch Erfahrungsdefizite aus den vorherigen Phasen können hier noch korrigiert werden!

 

Beißhemmung!

 

Wie zuvor nehme ich zur Erklärung auch hier wieder ein Beispiel, das für viele Welpenbesitzer (speziell solche, mit kleineren Kindern) ein echtes Problem ist!

 

 

 

Welpenzähnchen sind spitz und können durchaus schon richtig wehtun!

 

 

Kommt ein Welpe nun z. B. in eine Familie mit kleineren Kindern, hört man allzu oft: " Die Kinder wollen schon gar nicht mehr mit dem Hund spielen, weil er immerzu beißt!" und "Egal, was wir versuchen, er dreht immer nur noch mehr auf!"

 

 

Natürlich! Er weiß ja nicht, daß das, was er tut, Schmerzen verursacht!

Das heißt nicht, daß Eure Kinder "da eben durch müssen"! Es gibt effektive Möglichkeiten, daß der tierische Zwerg ganz schnell lernt, sich zurückzunehmen!

Dreht der Kleine durch, wird das lustbetonte Spiel abrupt abgebrochen! Welpengeschwister würden ein zu heftiges Kneifen mit ebensolchem Kneifen, wo auch immer sie den kleinen Raufbold erwischen, ahnden! Die Mama würde mit Schnauzenbiß (s. S. Müller's Esel I) antworten! Nun müsst Ihr Euren Welpen nicht ins Ohr beissen, aber - um es mal lapidar auszudrücken - Aua wird mit Aua vergolten (Schnauzengriff, ins Ohr kneifen etc., aber bitte, je nach Charakter, immer mit der richtigen Intension)!

Das ist kein Freibrief, Euren Welpen zu misshandeln, aber er kann nur lernen durch Ursache und Wirkung!

" Du bist blöd, mit Dir spiel' ich nicht mehr ! Und wenn Du mir vor's Schienbein trittst, dann trete ich zurück ... so !"

 

 

 

Was heißt das jetzt für uns?

Wollen wir unseren Welpen in die Familie eingliedern, beginnt die Erziehung sofort! Das beinhaltet auch das Ahnden von Fehlverhalten! So sehr es uns auch widerstrebt, kommen wir nicht darum herum, unerwünschtes Verhalten zu bestrafen! Erfolgt die Bestrafung unmittelbar nach dem "Patzer", kann der kleinen Neuankömmling dies verknüpfen und weiß in Zukunft, daß z. B. in Kinderhände kneifen  blöd ist! Wie man das bestraft ist wiederum individuell zu entscheiden! Während bei dem einen Zwerg ein lautes "Nein" reicht, braucht der andere eine nachdrücklichere Reaktion in Form von Schnauzengriff/Knuff bis hin zur körperlichen Einschränkung!

 

Klare und für den Hund verständliche Ansagen:

 

Wichtig im Umgang mit dem Hund ist eine klare Linie, an der der Hund sich orientieren kann! Wie aber versteht der Hund denn überhaupt, was wir von ihm wollen? Kurze, prägnante Kommandos mit der dazugehörigen Körpersprache!

Ein Beispiel zur Körpersprache:

Wir rufen unseren Hund und er kommt nicht! Klar ärgert uns das, in so einer Situation aber ärgerlich zu werden oder sich gar bedrohlich aufzubauen, ist kontraproduktiv! Der Hund wird kaum seine Meinung ändern, wenn er schon von Weitem erkennt, daß es Ärger gibt! Er wird dem Rückrufkommando also nicht freudig folgen, wenn am Ende ein paar hinter die Löffel auf ihn warten!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

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